Warum musste Emily sterben?

Jasminda
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Beiträge: 55
Hallo zusammen,

Emily war lt. TA eine gesunde Katze. Plötzlich am Do. verweigerte sie das Fressen und es ging ihr schlecht. Da sie eine Birma ist, dachte ich gleich an einen Haarballen, der in den Darm gewandert sein könnte und ging am Freitag zum TA. Der röntgte und nahm Blut. Er meinte, sie sollte ein Klistier bekommen und eine Infusion würde ihr auch gut tun. Er behielt Emily da und ich durfte sie am Abend mit den Worten abholen, es ginge ihr schon besser. Am nächsten Morgen (Samstag) verschlimmerte sich ihr Zustand abermals. Sie schien Schmerzen zu haben, fraß und trank weiterhin nichts. Also habe ich sie eingepackt und bin wieder zum TA in den Notdienst. Der TA meinte, die Leukozyten seien erhöht, was auf eine Infektion hindeute - seiner Meinung nach ein Magen-Darm- Infekt. Sie hatte aber weder Durchfall noch Erbrechen. Sie bekam Schmerzmittel, etwas gegen Übelkeit und was zur Entzündungshemmung. Der TA bemerkte, dass ich am Sonntag noch einmal zur Infusion kommen solle. Trotz der Medis ging es ihr immer schlechter. In der Nacht schaute ich nach ihr, da lag sie vor dem Wassernapf auf der Seite und atmete etwa 100-120 mal pro Minute, fühlte sich kühl an. Ich nahm sie und packte sie unter meine Bettdecke. Nach ein paar Minuten schrie sie auf und begann anschließend zu röcheln, öffnete das Mäulchen und verlor Urin. Sie seufzte noch drei Mal und war tot.
Nach dem letzten TA Besuch hatte ich das nicht erwartet - es war seiner Ansicht nach doch nur ein Magen-Darm Infekt, der gerade "herumgeht". Mein Mann und ich standen unter Schock. Wir hatten nicht einmal Zeit, sie zum TA zu bringen. Der TA beharrt auf "Magen-Darm-Infekt" doch der führt doch nicht zum plötzlichen Herzversagen. Nachdem ich die Laborwerte angefordert habe, gab er sie mir, doch blockt total ab. Meine Kleine ist tot und ich habe das Gefühl, dass ich nicht die ganze Wahrheit erfahren habe. Ein TA merkt doch wenn ein Tier sich in der letzten Lebensphase befindet, oder? Als ich sie zum TA brachte, atmete sie nur noch 13 Mal pro Minute (normal 20-30), sie war apathisch und nicht ansprechbar. Warum machte mir der TA Hoffnung, wo keine mehr war. Ich hätte ihr das Leid dieser Nacht gerne erspart.
Leider sind die Laborwrte aus dem Hauslabor des TA und mit Kürzeln versehen, die ich nur teilweise zuordnen kann. Vielleicht gibt es hier jemanden, der mir helfen kann, die Werte zu interpretieren.
Ich kann mit der Situation nicht abschließen, weil ich Zweifel habe, dass die Dinge so sind wie sie scheinen.
Ich danke Euch.
Liebe Grüße
Jasminda und Milly
Gast
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https://www.canosan.de/blutbild-bei-hund-und-katze.aspxhttps://v17.laboklin.de/pages/html/de/leistungsspektrum/referenzwerte/referenzwert_hdktz.htmhttps://www.schnurr-schnurr.de/Blutwerte.htmda hier leider so schlampig "programmiert" ist funktionieren die links nicht einfach per hand eintippen aber vorher catspot beenden sonst wirst du automatisch wieder zu dem beitrag "geleitet" kenn ich von dem neuen forum wo ich bin nicht da funktioniert jeder link !!

kopieren und neuen tab aufrufen und dort einfügen klappt
bin fast umgezogen unter altem benutzernamen

mazda323
Zuletzt geändert am 08.10.2018 18:14 Uhr
weckener
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Beiträge: 84
@Jasminda, das ist aber schrecklich, natürlich kann sich auch ein TA irren, aber das er gleich so daneben liegt, ist schlimm. Ich denke auch, das er hätte merken müssen, das sich da was Schlimmeres anbahnt...

Nun ist Emely im Katzenhimmel, es tut mir leid, das das Ende so verlaufen musste! Behalte sie in Erinnerung, wie sie fröhlich durchs Leben spaziert ist, nicht an das Ende!!!
Jasminda
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Beiträge: 55
@weckener, nun da ich mit meinen Tieren nun schon seit zehn Jahren bei diesem TA bin, ist mein Vertrauen in ihn verständlicherweise erschüttert, bzw. nicht mehr vorhanden. Ich habe ja auch noch meine Hündin Jeannie. Deshalb ist für mich diese Frage WARUM so wichtig. War es wirklich ein Umstand, den der TA nicht erkennen konnte? Oder war es Schlamperei? Die Antwort darauf entscheidet, ob ich bei diesem TA bleibe oder mir einen anderen suche. Auch seine Reaktion auf die Nachricht von Emilies Tod war für mich völlig unverständlich. Kein "tut mir leid" von ihm, er ließ mir die Laborwerte von der Sekretärin zuschicken mit dem lapidaren Satz: Es tut uns leid für Ihren Verlust und wir wünschen Ihnen alles Gute.
Gerade so, als hätten wir uns nicht seit zehn Jahren gekannt. Im letzten Jahr war ich mit meinem Hund fast monatlich dort, musste nicht einmal meinen Namen nennen, wenn ich hinkam. Und jetzt eine Reaktion, als wäre ich völlig fremd. Das tut mir zusätzlich weh.
Liebe Grüße
Jasminda und Milly
Jasminda
  • Forenkätzchen
Beiträge: 55
Habe heute mit einer befreundeten TÄ gesprochen und ihr die Situation geschildert. Es sieht so aus, als seit Emily an einer Aortenembolie infolge einer Herzklappenfibrose gestorben. Sie hatte zum Glück einen schnellen Tod - es hätte viel schlimmer kommen können. Besonders Katzen die von Persern abstammen sind betroffen von dieser erblichen Erkrankung. Aber auch Main Coon und einige andere Katzenrassen sind in dieser Hinsicht aufgefallen. Fatal ist, dass viele Tiere, besonders Indoor-Katzen bis zum entscheidenden Zeitpunkt überhaupt keine Symptome zeigen und es nur bei einigen Tieren durch Abhören oder Röntgen festzustellen ist. Tatsache bleibt, dass die Situation von der diensthabenden TÄ nicht erkannt wurde und Emily falsch behandelt wurde. Sie hätte Sauerstoff, Beruhigungsmittel und Gerinnungshemmer bekommen müssen, hat aber Infusionen, Klistier und Antibiotika bekommen, was das Herz zusätzlich gestresst hat und mit hoher Wahrscheinlichkeit den vorzeitigen Tod herbeigeführt hat.
Ich bin froh, endlich eine plausible Erklärung für unsere schreckliche Erfahrung zu haben. Nun kann Emily in Frieden ruhen.
Ein Leben ohne Katzen kann ich mir nicht vorstellen, deshalb wird sicher früher oder später wieder ein kleiner "Schnurrball" bei uns einziehen, aber es wird sicher keine vom Perser abstammende Rasse sein, denn dieses Erlebnis wünsche ich wirklich keinem und ich möchte es auch nicht noch einmal erleben müssen.
Ich danke Euch für's Lesen.
Liebe Grüße
Jasminda und Milly
danim1703
  • Forenkätzchen
Beiträge: 121
Hallo,

das tut mir wirklich leid, mit Deiner Emily und ich wünsche Dir bzw. euch ganz viel Kraft, damit ihr diese traurige Zeit so schnell und gut wie möglich übersteht.
Es ist schön, dass Emily ihre letzten Atemzüge bei euch, in eurer Nähe tun konnte... das hat ihr sicher sehr geholfen und sie hat sich garantiert nicht allein gefühlt. Zumal es ja auch zum Glück sehr schnell ging. Dennoch möchte ich mir nicht vorstellen, wie das für Dich und Deinen Mann war... ein echter Albtraum und es tut mir sehr leid.

Emily ist jetzt wieder gesund und schmerzfrei und tobt mit den vielen anderen "Sternenkatzen" um die Wette. Sicher würde sie es sich wünschen, dass ein anderes Fellpopöchen ihren Platz bei euch einnimmt... vielleicht ein Notfellchen aus dem Katzenschutz oder Tierheim?

Alles Gute für euch,
Dani
mit Hazel und Poppy
Jasminda
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Beiträge: 55
@danim1703
Danke für deine Anteilnahme. Ja, ich kann froh sein, dass Emily in unseren Armen sterben durfte und dass es sehr schnell ging. Unvorbereitet mit so einer Situation war ein Schock. Das Traurige daran ist, dass unser TÄ uns nicht gesagt hat, dass besonders auf Perser basierende Rassen diese Anlage in sich tragen können. Ein Herzultraschall mit 5 Jahren hätte den Herzschaden erkannt und sie hätte Medis bekommen, die ihr Herz entlasten. Damit hätte sie noch viele Jahre gut leben können. Aber wenn man den Feind nicht kennt, kann man ihn nicht bekämpfen.
Ich habe ja noch Jeannie, die ist inzwischen fast 12. Ich möchte ihr derzeit keine neue Katze zumuten, zumal sie Katzen eigentlich nicht leiden kann - außer Emily, die war ja ein Familienmitglied. Sie möchte ihre Ruhe haben und die möchten wir ihr jetzt auch geben. Auch wenn es uns unheimlich schwer fällt, denn wir waren seit 30 Jahren noch nie ohne Katzen. Ich werde mich jetzt dahingehend engagieren über diese Erkrankung bei Katzen zu informieren, denn viele Katzen hätten länger und mehr Lebensqualität, wenn ihre Besitzer um diese Gefahr wüssten.
Liebe Grüße
Jasminda und Milly
marifri
  • Mäusejäger
Beiträge: 1259
Original von Jasminda:>> Hallo zusammen,>> Emily war lt. TA eine gesunde Katze. Plötzlich am Do. verweigerte sie das Fressen und es ging ihr schlecht. Da sie eine Birma ist, dachte ich gleich an einen Haarballen, der in den Darm gewandert sein könnte und ging am Freitag zum TA. Der röntgte und nahm Blut. Er meinte, sie sollte ein Klistier bekommen und eine Infusion würde ihr auch gut tun. Er behielt Emily da und ich durfte sie am Abend mit den Worten abholen, es ginge ihr schon besser. Am nächsten Morgen (Samstag) verschlimmerte sich ihr Zustand abermals. Sie schien Schmerzen zu haben, fraß und trank weiterhin nichts. Also habe ich sie eingepackt und bin wieder zum TA in den Notdienst. Der TA meinte, die Leukozyten seien erhöht, was auf eine Infektion hindeute - seiner Meinung nach ein Magen-Darm- Infekt. Sie hatte aber weder Durchfall noch Erbrechen. Sie bekam Schmerzmittel, etwas gegen Übelkeit und was zur Entzündungshemmung. Der TA bemerkte, dass ich am Sonntag noch einmal zur Infusion kommen solle. Trotz der Medis ging es ihr immer schlechter. In der Nacht schaute ich nach ihr, da lag sie vor dem Wassernapf auf der Seite und atmete etwa 100-120 mal pro Minute, fühlte sich kühl an. Ich nahm sie und packte sie unter meine Bettdecke. Nach ein paar Minuten schrie sie auf und begann anschließend zu röcheln, öffnete das Mäulchen und verlor Urin. Sie seufzte noch drei Mal und war tot.> Nach dem letzten TA Besuch hatte ich das nicht erwartet - es war seiner Ansicht nach doch nur ein Magen-Darm Infekt, der gerade "herumgeht". Mein Mann und ich standen unter Schock. Wir hatten nicht einmal Zeit, sie zum TA zu bringen. Der TA beharrt auf "Magen-Darm-Infekt" doch der führt doch nicht zum plötzlichen Herzversagen. Nachdem ich die Laborwerte angefordert habe, gab er sie mir, doch blockt total ab. Meine Kleine ist tot und ich habe das Gefühl, dass ich nicht die ganze Wahrheit erfahren habe. Ein TA merkt doch wenn ein Tier sich in der letzten Lebensphase befindet, oder? Als ich sie zum TA brachte, atmete sie nur noch 13 Mal pro Minute (normal 20-30), sie war apathisch und nicht ansprechbar. Warum machte mir der TA Hoffnung, wo keine mehr war. Ich hätte ihr das Leid dieser Nacht gerne erspart.> Leider sind die Laborwrte aus dem Hauslabor des TA und mit Kürzeln versehen, die ich nur teilweise zuordnen kann. Vielleicht gibt es hier jemanden, der mir helfen kann, die Werte zu interpretieren.> Ich kann mit der Situation nicht abschließen, weil ich Zweifel habe, dass die Dinge so sind wie sie scheinen.> Ich danke Euch.

Oh mein Gott, das ist ja grauenhaft, ich kann mir leider auch nicht erklären, was sie hatte, tut mir sooooo leid!!!
Ich bin schon mit Katzen aufgewachsen, und mein Motto lautet:
Ein Leben ohne Katze(n) ist möglich, aber sinnlos! - in Abwandlung von Loriots berühmten Mops-Zitat
Jasminda
  • Forenkätzchen
Beiträge: 55
Es ist nun ein Monat her, seit wir unsere süße Emily gehen lassen mussten. Sie hat ein schönes Plätzchen im Garten bekommen und in Gedanken ist sie sowieso immer bei uns. Es gibt so viele Momente im Alltag, wo uns bewußt wird, wie sehr sie fehlt. Sie wird immer ein Teil unserer Familie bleiben und in unseren Herzen weiter leben.

Vielen Dank für Eure Anteilnahme. Es hat mir sehr geholfen zu wissen, in dieser Krise nicht allein zu sein. Danke
Liebe Grüße
Jasminda und Milly
SpeedyFFM
  • Schmusekätzchen
Beiträge: 352
Hallo Jasminda,

ich stolpere jeden Tag über Deinen Beitrag und kann meine Tränen kaum zurückhalten. Auch ich habe meine Speedy innerhalb von wenigen Tagen verloren, allerdings war die Situation damals anders, sie hatte einen Tumor und ich musste sie schließlich gehen lassen. Sie bekam 3 Monate zuvor noch ihre jährliche Impfung und wurde vom Arzt gründlich untersucht. Danach waren wir im Urlaub und sie schien kerngesund.

"Leider sind die Laborwerte aus dem Hauslabor des TA und mit Kürzeln versehen, die ich nur teilweise zuordnen kann. Vielleicht gibt es hier jemanden, der mir helfen kann, die Werte zu interpretieren."

Nein, ich kenne mich mit medizinischen Ausdrücken überhaupt nicht aus und auch ich hatte mich damals sehr schwer getan, den Laborbefund zu verstehen. Hast Du denn mal versucht, die Kürzel zu googlen? Gib' mal alles ein, was Du nicht verstehst, oft wird man da doch fündig. So habe ich es gemacht.

Du hast mein ganzes Mitgefühl und ich verstehe sehr gut, dass Dich das umtreibt und Du mit der Situation abschließen möchtest. Nun ist Emily im Katzenhimmel und muss nicht mehr leiden. Sie schaut euch von oben zu und ist dankbar für die schöne Zeit, die sie bei euch verbringen durfte.
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